Paul Kuchenbäcker, 19011943 (aged 42 years)

Name
Paul /Kuchenbäcker/
Given names
Paul
Surname
Kuchenbäcker
Birth July 11, 1901 29
Bärwalde
Latitude: N53.744 Longitude: E16.355 Google Maps™ Bing Maps™ OpenStreetMap™

Address: Bärwalde, Kreis Neustettin, Pommern; 78-460 Barwice, Polen
Occupation
Schlosser

Birth of a brotherHans Julius Franz Kuchenbäcker
about June 1906 (aged 4 years)
Source: StA Berlin
Death of a brotherHans Julius Franz Kuchenbäcker
September 12, 1906 (aged 5 years)
Source: StA Berlin
Text:

{1906-S90} Buchholz

Birth of a sisterFrieda Minna Ida Kuchenbäcker
May 27, 1908 (aged 6 years)
Source: StA Berlin
Death of a sisterFrieda Minna Ida Kuchenbäcker
October 6, 1908 (aged 7 years) Age: 4 months 8 days
Address: Berlin-Heinersdorf, Kaiser-Wilhelm-Straße 13
Cause: Lungen- und Darmkatarrh
Source: StA Berlin
Text:

{1908-S7} Heinersdorf

Death November 5, 1943 (aged 42 years)
Cause of death: Enthauptung im Zuchthaus Halle/Saale
Gedenktafel, Gedenkstein
Stolperstein
April 27, 2012 (68 years after death)
Address: Osloerstr. 7 (historischer Name: Christianastr. 7)
Note: Paul Kuchenbäcker wurde am 11. Juli 1901 in Bärenwalde in Schlesien als Sohn des Landarbeiters Friedrich Kuchenbäcker und dessen Ehefrau Pauline, geb. Draht, geboren. Nach der Schule erlernte er den Beruf des Schlossers, zog nach Berlin in die Christianastr. 7 (heute: Osloer Str. 7) und fand in verschiedenen Schlossereien Arbeit. Um 1925 trat Paul Kuchenbäcker aus der evangelischen Kirche aus. Er beschäftigte sich in dieser Zeit stark mit der Bibel und wurde Zeuge Jehovas. Als er 1943 einberufen wurde, verweigerte er den Dienst an der Waffe und die Vereidigung. Auch nach seiner Verhaftung am 30. Juni, der Inhaftierung im Zuchthaus Brandenburg-Görden, mehrfachen Vernehmungen und der Androhung der Todesstrafe beharrte er auf seinen Gewissensgründen. Am 7. Oktober 1943 wurde er vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Vollstreckt wurde das Urteil am 5. November 1943 im Zuchthaus Halle/Saale durch Enthauptung.
Religion
Zeuge Jehovas

Family with parents
father
mother
himself
19011943
Birth: July 11, 1901 29Bärwalde
Death: November 5, 1943Halle (Saale)
sister
Private
younger brother
19061906
Birth: about June 1906 34Berlin-Heinersdorf
Death: September 12, 1906Berlin-Heinersdorf
2 years
younger sister
19081908
Birth: May 27, 1908 36Berlin-Heinersdorf
Death: October 6, 1908Berlin-Heinersdorf
brother
Private
BirthStolpersteine
DeathStolpersteine
Gedenktafel, Gedenkstein

Paul Kuchenbäcker wurde am 11. Juli 1901 in Bärenwalde in Schlesien als Sohn des Landarbeiters Friedrich Kuchenbäcker und dessen Ehefrau Pauline, geb. Draht, geboren. Nach der Schule erlernte er den Beruf des Schlossers, zog nach Berlin in die Christianastr. 7 (heute: Osloer Str. 7) und fand in verschiedenen Schlossereien Arbeit. Um 1925 trat Paul Kuchenbäcker aus der evangelischen Kirche aus. Er beschäftigte sich in dieser Zeit stark mit der Bibel und wurde Zeuge Jehovas. Als er 1943 einberufen wurde, verweigerte er den Dienst an der Waffe und die Vereidigung. Auch nach seiner Verhaftung am 30. Juni, der Inhaftierung im Zuchthaus Brandenburg-Görden, mehrfachen Vernehmungen und der Androhung der Todesstrafe beharrte er auf seinen Gewissensgründen. Am 7. Oktober 1943 wurde er vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Vollstreckt wurde das Urteil am 5. November 1943 im Zuchthaus Halle/Saale durch Enthauptung.

Note

Paul Kuchenbäcker wurde am 11. Juli 1901 in Bärenwalde in Schlesien als Sohn des Landarbeiters Friedrich Kuchenbäcker und dessen Ehefrau Pauline, geb. Draht, geboren. Nach der Schule erlernte er den Beruf des Schlossers, zog nach Berlin in die Christianastr. 7 (heute: Osloer Str. 7) und fand in verschiedenen Schlossereien Arbeit. Um 1925 trat Paul Kuchenbäcker aus der evangelischen Kirche aus. Er beschäftigte sich in dieser Zeit stark mit der Bibel und wurde Zeuge Jehovas. Als er 1943 einberufen wurde, verweigerte er den Dienst an der Waffe und die Vereidigung. Auch nach seiner Verhaftung am 30. Juni, der Inhaftierung im Zuchthaus Brandenburg-Görden, mehrfachen Vernehmungen und der Androhung der Todesstrafe beharrte er auf seinen Gewissensgründen. Am 7. Oktober 1943 wurde er vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt. Vollstreckt wurde das Urteil am 5. November 1943 im Zuchthaus Halle/Saale durch Enthauptung.

Biografische Zusammenstellung: Indra Hemmerling